Frage an die Profis: Wann wo am besten?

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    • Frage an die Profis: Wann wo am besten?

      Hallo,

      noch eine Frage an die Profi-Vielfahrer:
      Wo halte ich mich am besten wann auf, um nicht die schönsten Momente zu verpassen?
      Also, Ausfahrt Kiel, Einfahrt Oslofjord (oder ist das nachts?)
      Wäre ja blöd, wenn man die Hälfte verpasst, weil man gerade irgendwo ist, wo man nix sehen kann.
      Sorry, aber ich habe das ja noch nie gemacht und fahre mit meiner Mutter (Mitte 70), die ich eh schon
      leicht überreden musste ;)

      Lg, Kerstin
    • Hallo Kiki,

      erst einmal vorab: eine sehr gute Entscheidung, eine Minikreuzfahrt mit Color Line zu unternehmen! Eine solche Reise ist einfach immer wieder wunderschön! :)

      Was deine Frage betrifft: Auf gar keinen Fall entgehen lassen würde ich mir die Unterquerung der Brücke über den Großen Belt so gegen 18 Uhr am ersten Reisetag. Da sehe ich immer zu, dass ich rechtzeitig auf Deck 13, also dem oberen Sonnendeck, parat stehe. Von dort aus finde ich das Ereignis am schönsten zu beobachten.
      Im Oslofjord ist für mich die Strecke in den (so ungefähr) beiden Stunden vor Ankunft, zw. nach Abfahrt in Oslo am faszinierendsten, wo sich das Schiff zwischen den vielen Schären hindurchschlängeln muss und man wirklich sehr nah an zahlreichen malerischen Inseln vorbeifährt. Da ich morgens allerdings nicht so gern früh aufstehen möchte, schaue ich mir die Passage dann immer nach der Abfahrt an. Mein Tipp dafür: Am besten ebenfalls von Deck 12 oder 13 aus beobachten, damit man die Landschaft zu beiden Seiten des Schiffs im Auge behalten kann. ;) (Auf der Color Magic kann ich Deck 13 für Beobachtungen wegen der dunkel getönten Windschutzverglasung allerdings nur eingeschränkt empfehlen. Aber nichts gegen die Magic im Allgemeinen, beide Schiffe sind wunderschön!) Und überhaupt finde ich es an Deck immer am allerschönsten, aber das ist Geschmackssache. Auch im Schiffsinneren gibt es viel zu entdecken, gerade wenn man die wirklich tollen Schiffe noch nicht kennt.

      Ach und noch etwas: So zwischen 23.30 Uhr und Mitternacht begegnen sich die beiden Fähren. Ich finde es immer wunderschön, das jeweils andere Schiff in seiner vollen nächtlichen Beleuchtung zu sehen und beobachte dies meist von der Observation Lounge aus (eine Bar vorn auf Deck 15 mit Live-Musik). Für Fotos würde ich allerdings empfehlen, rechtzeitig (an Backbord) an Deck zu gehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BV1 ()

    • Da ich letzte Woche auch meine erste Mini-Kreuzfahrt, in meinem Fall auf der Fantasy gemacht habe, kann ich hier auch noch etwas beisteuern. :)

      Beim Boarding in Kiel fand ich es gut, direkt so schnell wie möglich auf die Kabine zu gehen, dort einfach meinen Koffer und Rucksack abzustellen, und so schnell wie möglich wieder mit der Kamera an Deck zu sein.

      Für die Aussicht hat man im Grunde drei Alternativen:
      • Deck 7, das Deck, wo auch die innere Promenade des Schiffs mit Geschäften und Restaurants ist. Dort gibt es auf beiden Seiten außen die Bootsdecks, wo sich auch die Evakuierungsstationen befinden. Hier ein Foto von außen. Vorteil: Man ist vergleichsweise weit unten und nahe der Wasserlinie, was auf See durch das Rauschen sehr schön sein kann, außerdem ist es vergleichsweise gut windgeschützt, was auf dem offenen Meer ein Thema sein kann. Nachteil: Keine Sitzgelegenheiten, und man sieht immer nur in eine Richtung, daher eher für das offene Meer geeignet, als für die Ein- und Ausfahrten
      • Deck 13, das Sonnendeck. Hier hat man recht guten Blick in fast alle Richtungen außer direkt nach vorne, es gibt reichlich Sitzgelegenheiten, und es ist auch ganz gut windgeschützt. Nachteil, wie schon BV1 schrieb: Auf der Color Magic gibt es hier diesen umlaufenden, getönten Windschutz, der einem viel von den Foto-Gelegenheiten nimmt.
      • Deck 12, ganz hinten, das Helikopterdeck. Hier ein Foto. Das hier wäre mein persönlicher Tipp, sofern das Wetter halbwegs erträglich ist. Hier gibt es Sitzgelegenheiten, und man hat perfekten, ungestörten Blick zu beiden Seiten und nach hinten gleichzeitig, muss also auch nicht immer in die eine oder andere Richtung rennen, wenn es dort was zu sehen gibt. Nachteil, je nach Wetter: Es kann hier extrem windig sein.


      Bei meiner Fahrt habe ich es persönlich so gemacht, dass ich wie gesagt in Kiel möglichst schnell wieder hoch an Deck bin, und die Fahrt durch die Förde verfolgt habe. Die Fahrt durch die Förde dauert etwa 45 Minuten, dann passiert das Schiff den Kieler Leuchtturm und es gibt eine Weile, so bis ca. 18 Uhr nicht mehr sooo viel zu sehen. Das ist eine gute Gelegenheit, zurück auf die Kabine zu gehen, dort in Ruhe seine Sachen zu sortieren, und mal einen Blick auf den Evakuierungsplan zu werfen, damit man im Notfall weiß, wohin man muss. Man sollte sich bei der Gelegenheit auch das kurze und gut gemachte Sicherheitsvideo auf dem Fernseher in der Kabine mal ansehen. Danach kann man gut auf Deck 7 runtergehen und mal die Promenade ablaufen und insgesamt die Innenbereiche des Schiffes erkunden.

      Bei meiner Fahrt bin ich dann schon sehr bald Abendessen gewesen, da ich um 18 Uhr wieder an Deck sein wollte, um die Fahrt durch den Großen Belt und die Brücke nicht zu verpassen. Das ist wirklich eins der Highlights, die man auch nur auf der Hinfahrt nach Oslo zeitlich so gut erleben kann.

      Was ich dann Abends noch sehr schön fand, war der Sonnenuntergang sowie dann später die ganze Stimmung bei Dunkelheit auf See, was mir völlig neu war. Es gibt da erstaunlich viel zu sehen. Blinkende Seezeichen, Leuchttürme am Horizont, und unglaublich viel Schiffsverkehr. Ich hatte für mein Handy das WLAN-Paket gebucht (auf dem Handy auf See UNBEDINGT das Datenroaming über Mobilnetz ausschalten!!!), so dass ich auch Internet hatte, und so konnte ich auf Marinetraffic.com immer sehen, was gerade für Schiffe zu sehen sind. Sehr schön sind immer die entgegenkommenden größeren Passagierschiffe bei Nacht; wir hatten auf der Fahrt so mehrere große Kreuzfahrtschiffe die uns direkt passiert haben, gesehen. Oft ist es auch so, dass die Fähre auf der Fahrt andere Schiffe überholt.

      Am nächsten Morgen sollte man dann beim Frühstück schauen, dass man im Grand Buffet gleich einen Fensterplatz ergattert, so kann man die äußeren Bereiche des Oslofjords gleich dort sehen. Je weiter man in den Oslofjord hinein kommt, desto mehr gibt es dann zu sehen. Ich hatte mir direkt nach dem Frühstück meinen Rucksack auf der Kabine schon fertig für den Landausflug gepackt, so dass ich dann fast die ganze Fahrt durch den Fjord an Deck verfolgen konnte. Beim anlegen in Oslo musste ich nur noch kurz in die Kabine, den Rucksack schnappen, und konnte direkt an Land gehen, ohne Zeit zu verlieren.

      So, das ist erstmal alles, was mir so eingefallen ist an Erfahrungen und kleinen Tipps. Falls Du mehr wissen willst, schreib gerne! :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Der Zeitgeist ()

    • Um lange Wartezeiten beim Schlangestehen zu vermeiden, lohnt es sich auch bei den Malzeiten 30 Min. später zu gehen.
      So kommt man ohne Gedrängel in den Speisesaal und ans Büffet.
      Es ist ja von allem genug da, sodass man keine Angst haben muss, etwas zu verpassen.
      Und die ersten Fensterplätze sind dann auch schon wieder frei.
    • Benutzer online 8

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