| Intro |
| Rettungsübungen |
| Wie kann ich mich auf eine Notfallsituation vorbereiten ? |
| Wie erkenne ich eine Notfallsituation und was soll ich machen ? |
| Was muss ich bei einem Brand beachten ? |
| Bilder von Rettungsübungen |
| Rettungsboote |
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Die Fähren verfügen über 6 Rettungsboote mit einer Kapazität von jeweils 150 Personen. Es befinden sich jeweils 3 Boote auf der rechten und 3 Boote auf der linken Seite der Fähren. Hergestellt werden die Rettungsboote von dem norwegischen Konzern "Schat-Harding", welcher der führende Hersteller von Rettungssystemen und Rettungsbooten ist. Selbst Kreuzfahrtschiffe wie die Queen Mary 2 sowie die Oasis of the Seas benutzen Boote von diesem Hersteller. Bei den Rettungsbooten handelt es sich um den Typ "Schat-Harding MPC32". Dieses Baumuster ist ein halboffenes System - fälschlicherweise wird teilweise von einem "geschlossenen System" berichtet. "Halboffen" heißt, dass es für eine schnelle Evakuierung in einem Notfall eine Art "Plane" hat. Nachdem das Rettungsboot gefüllt ist, wird diese als Spritzschutz geschlossen und somit werden die Passagiere geschützt. Ein "geschlossenes Rettungssystem" verfügt über einen kleinen Einstieg und ist für eine Massenevakuierung weniger geeignet. |
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| Material | glasfaserverstärktes Polyester |
| Kapazität | 150 Personen |
| Länge | 9,6 Meter |
| Breite | 4,5 Meter |
| Höhe | 3,4 Meter |
| Leergewicht | 5.850 kg |
| Max. Gewicht | 17.100 kg |
| Motor | frischwassergekühlter Dieselmotor mit 27 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | 6 Knoten = ca. 11 km/h |
| Propeller | Messingpropeller mit rostfreier Welle |
| Lenkung | Hydraulisch bediente Lenkung |
| Tank | 220 Liter Kunststofftank |
| Anlasser | elektrisch |
| Batterie | 2 x 12 Volt / 55 Ampere |
| Batterieladegerät | 42 Volt Wechselstrom |
| Beleuchtung | Suchscheinwerfer, Markierungslichter, Kabinenlicht |
| Rettungseinrichtungen | Rettungsleinen am Boot, manuelle Pumpen, automatisches Abflussventil |
| Bedienungsanleitungen | auf Englisch |
| Sonstiges | Funkgeräte, Wasser, medizinische Geräte, pyrotechnische Signalgeräte |
| Hersteller | www.schat-harding.com |
| Motorrettungsboote | Schnellboote |
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Die Fähren verfügen über 2 Schnellboote der Firma Norsafe aus Norwegen. Diese Schnellboote befinden sich jeweils auf der rechten und auf der linken Seite vor den Rettungsbooten. Eingesetzt werden diese Schnellboote in erster Linie in Notfallsituationen wie "Mann über Bord" oder zur Unterstützung bzw. Koordination einer Notfallsituation der Fähren. In einer Notfallsituation werden diese Schnellboote auch dazu eingesetzt, die voll besetzten Rettungsinseln aus dem Gefahrenbereich zu ziehen. Die Schnellboote verfügen über eine ausgezeichnete Zuverlässigkeit, Manövrierfähigkeit und eignen sich hervorragend bei der Suche und der Bergung von Personen im Wasser. Weiterhin sind die Boote mit bis zu 35 Knoten extrem schnell. Es handelt sich bei diesen Booten um den Typ "Norsafe 655 MAKO JET". Die Herstellerfirma stellt auf YouTube ein sehr interessantes Video zur Verfügung. In diesem Video wird der Typ "Norsafe 655 MAKO JET" gezeigt. Es handelt sich bei diesen Aufnahmen um eine Evakuierung einer kleineren Fähre. Wie Sie erkennen können, arbeiten die Schnellboote auch bei stürmischer See hocheffizient und sind trotz ihrer kleinen Abmessungen äußerst stabil und gut steuerbar. Das Video können Sie sich hier ansehen. |
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| Material | glasfaserverstärktes Polyester |
| Kapazität | Crew 3 Personen - Gesamt 15 Personen |
| Länge | 6,55 Meter |
| Breite | 2,7 Meter |
| Höhe | 2,23 Meter |
| Leergewicht | 1.700 kg |
| Max. Gewicht | 2.825 kg bei 15 Personen |
| Motor | Innenbord Dieselmotor 140 - 230 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | je nach Motorisierung 25 - 35 Knoten = 46 - 65 km/h |
| Anlasser | elektrischer Anlasser mit 2 unabhängigen Batterien |
| Batterie | 2 x 12 Volt |
| Batterieladegerät | 42 Volt Wechselstrom |
| Beleuchtung | Suchscheinwerfer, Markierungslichter |
| Sonstiges | je nach Ausstattungsvariante |
| Hersteller | www.norsafe.com |
| Marine Evacuation Systems | Schiffsevakuierungssysteme und Rettungsinseln |
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Wer diesen Beitrag aufmerksam durchgelesen hat, wird sich sicherlich folgende Frage stellen : 6 Rettungsboote mit jeweils 150 Personen ergibt 900 - ist das nicht zu wenig ? Nein - die Rettungssysteme auf den Fähren sind so ausgelegt, dass 125 % der kompletten Besatzung evakuiert werden können ! Durch das Marine Evacuation System, kurz auch MES genannt, können in Verbindung mit den Rettungsinseln in kurzer Zeit extrem viele Personen evakuiert werden. Das Schiffsevakuierungssystem hat zudem den Vorteil, dass im Vergleich zu den Rettungsbooten wesentlich weniger Gewicht benötigt wird, der Platzbedarf geringer gehalten wird und die Evakuierungszeiträume erheblich verringert werden. Auf den Fähren werden Systeme des dänischen Herstellers Viking Life-Saving Equipment eingesetzt. Wie muss ich mir das ganze vorstellen ? Sie müssen sich das ganze wie ein Schlauch vorstellen. Nicht zu verwechseln mit Notrutschen an Flugzeugen ! Zuerst werden die Rettungsinseln zu Wasser gelassen und automatisch aufgeblasen. Die Rettungsinseln befinden sich in den weißen Tonnen welche Sie sich auf den Bildern ansehen können. Weiterhin wird der "Schlauch" entfaltet und an der Fähre herabgelassen. Dieser Schlauch wird mit den Rettungsinseln verbunden und dient somit als komplettes Rettungssystem. Nun werden Sie aufgefordert, sich auf eine kleine Rutsche zu setzen. |
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| Rettungswesten |
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Die Rettungswesten befinden sich auf dem Evakuierungsdeck 7 in großen weißen Schränken und Kisten. Diese werden Ihnen von der Crew rechtzeitig ausgehändigt und bei Bedarf die Anlegetechnik erklärt. Sie können aber selbst dafür sorgen, dass die Evakuierungsmaßnahmen schneller von statten gehen. Schauen Sie sich im TV auf ihrer Kabine die Anlegetechniken genau an und achten Sie auf Sicherheitshinweise. |
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| Rettungsringe |
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Der Rettungsring ist sicherlich eines der bekanntesten Rettungssysteme. Historisch gesehen geht der erste Entwurf auf Leonardo da Vinci (16. Jahrhundert) zurück. Sicherlich hat der Rettungsring auch seine Berechtigung, ist aber nicht immer das ideale Mittel zur Rettung. Sollte jemand im Hafen rein zufällig von Bord fallen, kann der Rettungsring noch sinnvoll sein. Es muss aber auch berücksichtigt werden, dass die Fallhöhe von öffentlich zugänglichen Bereichen auch extrem hoch sein kann :
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| Wissenswertes |
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Wie erwähnt, finden die Rettungsübungen in Kiel, aber auch in Oslo, grundsätzlich auf der Backbordseite statt ! Nun fragen Sie sich sicherlich, was mit den Rettungsbooten auf der Steuerbordseite passiert und ob diese auch auf Funktionalität geprüft werden ? Diese Frage können wir mit einem klaren "Ja" beantworten ! Es gibt 2 Möglichkeiten die Funktionstüchtigkeit zu testen. Die wahrscheinlich seltenste Möglichkeit findet bei einem Werftaufenthalt statt. Wie Sie auf der 1.Abbildung erkennen können, werden in diesem Fall die Rettungssysteme bei einem Werftaufenthalt in Kiel getestet. Normalerweise finden diese Tests jedoch am Norwegenkai in Kiel statt. Dabei werden die Rettungssysteme zwischen den Fähren und der Gangway bis zum Evakuierungsdeck abgesenkt und auf Funktionalität überprüft. Weiterhin finden, wenn erforderlich, Wartungsarbeiten statt. Was passiert mit der Gangway ? Die Gangway bleibt bei diesen Übungen am Schiff angedockt. Der Abstand zwischen dem Schiff und der Gangway ist ausreichend und somit ist es nicht erforderlich, die Gangway vom Schiff zu trennen. Sie können vor dem Einschiffen diese Übungen vom Terminal der Color Line beobachten. |
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| Helikoptereinsätze und Küstenwache |
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In einer Notfallsituation beteiligen sich weitere Schiffe an der Rettungsaktion. Die Ostsee wird zwischen Kiel und Oslo sehr gut frequentiert und die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Schiff in der Nähe befindet ist relativ hoch. Weiterhin muss erwähnt werden, dass sich die Fähren, mit Ausnahmen des Skagerrak und des Kattegat, relativ dicht am Festland befinden. Sie dürfen diese Fährpassage somit nicht mit einer Atlantiküberquerung vergleichen, auf der sie tagelang kein Festland zu sehen bekommen. Unterstützt werden die Rettungsaktionen auch von den Küstenwachen sowie ggf. auch vom Militär. In Deutschland kann zusätzlich auch der SAR (Search and Rescue) sowie die DGzRS zum Einsatz kommen. Unterstützend werden neben den Schiffen auch Helikopter eingesetzt. Zum größten Teil handelt es sich bei diesem Muster um den bewährten Helikopter Sea King. Es wurden aber auch schon Helikopter des Typs Agusta A 109 auf den Fähren gesichtet. Im Notfall verfügen die Fähren auf dem Deck 12 über einen Landeplatz. Es muss jedoch erwähnt werden, dass auf Grund einer brisanten Wetterlage kein Anflug bzw. keine Landung erfolgen kann. Zum Abschluss möchten wir noch erwähnen, dass es im Skagerrak schon einmal zu erheblichen Wellengang kommen kann. Auch wenn zum größten Teil die Passage recht gemütlich erfolgt, kann es schon einmal sehr rauh werden und diese Situationen sollten Sie nicht unterschätzen. |
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| Outro |
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Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Bericht die grundsätzlichen Informationen über Notfallsituationen zur Verfügung stellen konnten. Sie werden sicherlich mitgekommen haben, dass Vorbereitungen Überlebenswichtig sind. Die Fähren sind sehr sicher und nicht mehr mit Schiffen wie der Herald of Free Enterprise oder der Estonia zu vergleichen. Es ist aber auch wichtig, dass Sie nicht mit einem Taxi fahren oder einen Fahrradausflug ins Grüne unternehmen. Bei den Fähren handelt es sind um hochkomplexe Beförderungsmittel welche auch im Ernstfall über eine hervorragende logistische Leistung verfügen müssen. Wir sind alle auch nur Menschen und machen Fehler. Ein Restrisiko fährt immer mit, und Sie haben es in ihrer Hand, dieses zu minimieren !!! Wir haben uns gefreut, dass sich sich so viel Zeit für diesen Bericht genommen haben und verbleiben mit freundlichen Grüßen ... Ihr Team von der "Color Line Fanpage" |
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| Informationen |